hermann-korenEin Bild gibt uns das Gefühl, die ganze Welt in den Händen zu halten. Fotos sind Dokumente des Augenblicks, des Lebens, der Geschichte.

Die Fotografie verwandelt die Welt in ein ewig fortbestehendes Angebot, aus der Wirklichkeit in das Reich der Fantasie, aus dem Schmerz in die Freude zu fliehen - durch das Fenster der Seele, das Auge.

Mario Cohen

Zu all den Dingen, die wir nicht sehen können, gesellen sich noch die Dinge, die wir nicht sehen wollen, weil wir uns entschieden haben, sie zu ignorieren. ...

Die Blende einer Kamera und die Pupille sind nicht dazu da, Informationen hereinzulassen, sondern dazu, welche auszublenden."

K.C. Cole

Der Fotograf Hermann Koren ist von der Bedeutung des Augenblicks ohne Vergangenheit und Zukunft fasziniert. Der Augenblick als Erfüllungsgehilfe - das ist ihm kein Thema. Zentrum seines fotografischen Schaffens ist also nicht der Augenblick als Beginn eines unaufhaltsamen Schicksals, sondern das Unwiederbringliche an sich.

Damit löst sich Hermann Koren nach einer kalifornischen Reise rasch von übernommenen Bildern; wechselt spät, - das mag auch seinem Fokus auf schwarz/weiß Fotografie geschuldet sein - von der analogen in die digitale Fotografie.

Die formale Strenge seiner Aufnahmen nimmt dabei jegliche Vereinfachung, alles liebliche, jeden gewollten Effekt aus der digitalen Aufnahme. Vorallem im männlichen Portrait zeigt sich dabei in vollkommen unpathetischer Weise, dem Innen mehr verhaftet als dem Außen, höchste Qualität. Das Ergebnis ist einerseits schmeichelhaft, andererseits wahrhaftig." ds